Burnout was tun?

was tun bei burnout

Der Begriff „Burnout“ hat eine Vielzahl von Definitionen. Zusammengefasst wird Burnout als ein Erschöpfungszustand auf emotionaler, geistiger und körperlicher Ebene bezeichnet, dem eine hohe Selbstüberlastung im Arbeits- und Privatleben vorausgegangen ist.

Anzeichen für Burnout

Ein Burnout-Syndrom lässt sich nicht nach bestimmten Parametern diagnostizieren. Jede Person zeigt ganz individuelle Symptome, die sich mit der Zeit verändern können. Außerdem ist das Burnout-Syndrom als ein schleichender Prozess bekannt.

Anzeichen für ein sich entwickelndes Burnout sind:

Psychische Symptome

  • Sinnverlust
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Hoffnungslosigkeit
  • Schuldzuweisung nach innen
  • Stimmungsschwankungen nach außen
  • Gleichgültigkeit, Niedergeschlagenheit
  • Ein Gefühl von „Ausgebrannt sein“ und Einsamkeit
  • Verlorener Glaube an sich selbst und an die eigenen Fähigkeiten

Körperliche Symptome

  • Grippe
  • Migräne
  • Magen-Darm Beschwerden

Verhalten

  • Isolation von anderen
  • Negative Denkweise
  • Eheprobleme/ Konflikte mit dem Partner

Wie und wodurch entsteht Burnout?

Burnout sollte nicht als statisches „Ist“ aufgefasst werden, sondern ist immer ein Prozess. Denn ein Prozess ist dynamisch und wandelbar und kann somit verändert werden.

Burnout entsteht aus einer Vielzahl an Stresssituationen. Der „Stress“ an sich ist eine Reaktion zur Bewältigung von Anforderungen. Es bestehen zweierlei Formen von Stress. Zum einen gibt es den „positiven Stress“, das heißt, es besteht ein eigener Handlungsspielraum indem man agieren kann. An diesen Herausfordernden Situationen können wir wachsen und unser Potenzial ausbauen. Zum anderen gibt es den sogenannten negativen Stress. Als negativen Stress bezeichnet man die Stresssituation indem kein eigener Handlungsspielraum besteht, die bestehenden Anforderung von innen/außen aber als hoch und sehr relevant wahrgenommen werden.

Häufig handelt es sich bei Stresssituationen um Ziele die nicht erreichen werden können, an denen aber dennoch festgehalten wird. Das nicht erkennen und ändern dieser Situation führt häufig in den Burnout-Prozess und dort zur selbst Abwertung und zur selbst Ausbeutung. Das passiert häufig unbewusst.

Das ständige Gefühl immer weiterkommen zu müssen, immer besser zu sein, immer für alle da zu sein und es jedem recht zu machen führt häufig dazu, dass man sich selbst vergisst. Warnsignale wie häufige Kopfschmerzen/Migräne, andauernde Müdigkeit und Stimmungsschwankungen werden abgetan oder mit Medikamenten bekämpft. Der Druck in einem selbst wächst und wächst.

„Letztendlich kann Burnout als Notbremse des eigenen Selbst bezeichnet werden.“

 

Was tun bei Burnout? – Wie entsteht der Stress in mir?

Jedes Erleben einer Situation entsteht aus einem selbst, von innen heraus auf Basis verschiedenster Erlebnisnetzwerke. Diese zeigen auf,  bei welchem Erleben wir welche Gefühle, welche Emotionen und welche Körperhaltung annehmen und ausstrahlen.

Oftmals wird unwillkürliches Erleben in uns abgerufen, welches in einer bestimmten Situation entsteht. Automatisch läuft ein bestimmtes „Programm“ bzw. ein bestimmtes  unbewusstes Verhalten in uns ab. Bestimmte Emotionen werden erzeugt und wir nehmen eine bestimmte Körperhaltung ein.

Sicherlich kann auch ganz bewusst auf ein bestimmtes Ereignis reagiert werden und bewusst ein gewolltes „Erleben“ einer Situation bei uns selbst hervorgerufen werden. Unwillkürliche Prozesse sind jedoch stärker bzw. meistens schneller als willkürliche Prozesse. Daher ist es wichtig zu lernen, wie diese unwillkürlichen Prozesse unterbrochen werden können. So können Sie vermeiden, „mitgerissen“ zu werden und die Kontrolle über sich selbst in die „Hände“ der „abgespeicherten Programme“ zu geben.

Welche Personen sind Burnout gefährdet?

Häufig wird über Burnout gefährdete Personen gesagt, dass diese nicht mehr so belastbar und schwach wären. Das ist jedoch ein großer Irrtum, denn häufig handelt es sich um sehr erfolgreiche Personen die über eine langen Zeitraum viel geleistet haben. Es handelt sich um Personen deren Wertesystem folgendes beinhaltet:

  • sehr engagiert sein
  • ein hohes Ansehen genießen
  • im Außen gut dastehen wollen
  • sich häufig für die Sache oder andere Personen einsetzen
  • hart für das arbeiten, was sie erreichen wollen und sich selbst in den Hintergrund stellen

Wenn diese Personen in Richtung eines Burnout-Prozesses gehen, ist dieses für diejenige Person ein richtig schlimmes Erleben. Sie fühlen sich häufig so, als hätten sie jede Kompetenz verloren. Diese Personen haben häufig die Bedürfnisse anderer wichtiger genommen als ihre eigenen.

Wofür? Um andere zu fördern und sich freuen etwas Gutes getan zu haben. Um Anerkennung zu bekommen, um nicht ausgegrenzt zu werden.

In der Hypnotherapie befähigen wir die Personen, ihre verloren geglaubten Kompetenzen in ihrem Erlebnis Repertoire wieder zu aktivieren und wieder im Alltag zu integrieren.

Weniger Burnout gefährdete Personen sind diese, die sich selbst an die erste Stelle stellen, die achtsam mit sich und dem Umfeld umgehen, auf sich selbst hören und körperliche und geistige  „Warnsignale“ ernst nehmen und dementsprechend handeln.

Was tun bei Burnout?

Einfach mal in den Urlaub fahren und dem stressigen Alltag entfliehen? Einfach mal woanders sein, nichts tun und die Kraftreserven wieder auftanken? Das allein wird sicherlich für kurze Zeit die Symptome verbessern, langfristig jedoch das bestehende Problem (derzeitiger Alltag) nicht lösen.

Burnout – Eine positive Kompetenz

Burnout ist die Notbremse, vieler vorab ignorierter Feedbackschleifen die auf geistiger und körperlicher Ebene ignoriert worden sind.

Veränderte Einstellung

Es ist in dem Wertesystem der Personen mit Burnout-Kompetenz nie genug und es liegt immer an Ihnen selbst warum etwas nicht funktioniert.

Vielleicht beruhigt Sie das und vielleicht sind Sie sogar überrascht: Um Ihrem Körper, Ihrem Wohlbefinden und allen Anforderungen und Erwartungen von innen und außen gerecht werden zu wollen, hat der Tag definitiv zu wenige Stunden. Das heißt, Sie sollten sich mit dem „Management von Zwickmühlen“ auseinandersetzen. Was heißt das?

Versuchen Sie nicht allen und allem gerecht zu werden. Es ist einzig und allein ihr  innerer „Antreiber“, der Sie in den Burnout-Prozess führt. Meistens ist es dieser Antreiber, der Ihnen sagt: Sie müssen dieses, Sie müssen das, sonst bin ich nichts wert, sonst habe ich versagt, sonst verliere ich mein Ansehen, oder Sie fühlen sich schuldig, wenn Sie nicht dies und das tun.

Also: Was tun bei Burnout?

Erstmal wird geraten nichts zu tun bzw. nichts zu verändern. Denn um etwas zu verändern, muss die Situation zunächst erkannt und die Endlichkeit eines jeden Menschen eines jeden Tages angenommen werden. Erst dann kann die Situation verändert werden.

Seine Endlichkeit annehmen ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, um den Burnout-Prozess zu verlassen. Mit Endlichkeit ist gemeint, den Entscheidungsraum wahrzunehmen und aus der Beobachter-Perspektive bestehende Situationen zu betrachten und zu lernen, Prioritäten zu setzen und anerkennen, dass Sie es nicht allem und jedem recht machen können.

Wofür sollten Sie Prioritäten setzen? Nur durch Begrenzung, durch das Setzen von Prioritäten, können Sie innerlich wachsen. Wenn wir alles wollen und machen und für jeden da sind, verteilt sich Ihre Anstrengung überall im großen Universum – ohne, dass Sie priorisiert auf den Punkt wahrgenommen wird.

Die Macht des Unterbewusstseins ist weitaus größer als Sie denken. 90-95% Ihres Handelns geschieht unterbewusst und nur 5-10% entscheiden Sie bewusst. Das Unterbewusstsein können Sie sich wie eine Schallplatte vorstellen, die nach der Geburt mit verschiedensten Erfahrungen bespielt wurde bzw. bespielt wird. Je öfter und intensiver Sie eine Erfahrung erlebt haben, desto tiefer sind die Rillen in Ihrer persönlichen Schallplatte.
Die Macht des Unterbewusstseins

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