In Tamil Nadu, Südindien, lebt die Siddha-Tradition – über 14.000 Jahre alt.
Die Siddhas waren keine Mönche, die dem Leben entsagten. Sie meisterten es. Sie erreichten die vollständige Einheit mit dem Göttlichen, während sie im Körper verblieben – und entschieden sich dann, zugänglich zu bleiben, nicht als Erinnerung, sondern als lebendige Präsenz, um jene zu führen und zu segnen, die mit offenem Herzen kommen.
Ihre Jeeva Samadhis – die heiligen Stätten, an denen sie bewusst die physische Form transzendierten – sind Orte, an denen die gewöhnlichen Gesetze weicher werden. Wo Lasten, die wir jahrelang getragen haben, beginnen können, sich zu lösen. Wo sich etwas Uraltes in uns regt und erinnert. Nicht durch Anstrengung, sondern durch Gnade.
Im Unterschied zu Wegen, die Auflösung anstreben, meisterten die Siddhas das Bewusstsein, während sie verkörpert blieben – sie erreichten einen Zustand, in dem die Seele vollständig im Selbst verankert ist, eins mit dem Universum.
In ihrer Gegenwart werden Heilung und das Erinnern an unser wahres Selbst möglich.